Wiedergutmachung gefordert

Nach der desaströsen Heimniederlage gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg II stehen die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim VfL Bardenberg unter Zugzwang.

„Die Art und Weise, wie wir uns vor eigenem Publikum gegen Siebengebirge verkauft haben, hat mich wirklich wütend gemacht“, blickt Abteilungsleiter Bernd Liberka maßlos enttäuscht auf die deutliche 28:36-Niederlage zurück, mit der Wahns Handballer den Sprung ins obere Tabellendrittel verpassten.

Vor allem nach der Pause präsentierte sich das „Flughafen-Team“ in desolatem Zustand. Die Defensive agierte ohne Biss und im Angriff wurde nur sehr selten Druck erzeugt. Anstatt zu versuchen, die Niederlage wenigstens in Grenzen zu halten, ergaben sich die Mannen von Spielertrainer Robert Bosnjak frühzeitig ihrem Schicksal.

So begann die Wahner Trainingswoche diesmal mit einer einstündigen Sitzung, in der das Team nach Gründen für seinen indiskutablen Auftritt suchte. Bernd Liberka hofft, dass die deutlichen Worte gefruchtet haben: „Ich erwarte in Bardenberg eine ganz andere Wahner Mannschaft, die hochmotiviert ins Spiel gehen wird.“

Spielertrainer Robert Bosnjak fordert von seinen Akteuren „Wiedergutmachung und mehr Disziplin“, schließlich droht dem „Flughafen-Team“ bei einer erneuten Niederlage eine längere Verweildauer im unteren Tabellendrittel – angesichts des Potentials, das die Mannschaft besitzt, wäre dies eine enttäuschende Aussicht.

Doch auch der VfL Bardenberg hat mit Problemen zu kämpfen. Beim Tabellenvorletzten HSG Niederpleis/Sankt Augustin leistete sich die Mannschaft von Spielertrainer Ingo Drießen am vergangenen Wochenende eine überraschende 21:22-Niederlage und verpasste den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Bis auf Alexander Busche und Jürgen Proske, die beide noch nicht spielberechtigt sind, stehen Robert Bosnjak alle Akteure zur Verfügung. Auch Michael Siebert, der gegen Siebengebirge wegen eines grippalen Infektes aussetzen musste, ist wieder fit.

Busabfahrt vom Parkplatz am Schulzentrum Wahn ist am Samstag um 17.30 Uhr.

Tobias Carspecken