Wahner besiegen sich selbst

TV Köln-Wahn – TV Rodt-Müllenbach 24:25 (12:8)

Sage und schreibe 7 7m-Strafwürfe (in Worten: sieben 7m-Strafwürfe) habe die Wahner in dieser Partie vergeben und so dem Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt quasi den Sieg geschenkt. Diese Niederlage ist um so ärgerlicher, weil die Gäste erstmals in der 56. Minute eine Führung herauszuwerfen vermochten und man ansonsten auch nicht sagen konnte, dass sie das bessere Team stellten. Sie waren zum Schluss einfach die Glücklicheren.

Beim Gastgeber konnten einige erfahrene Stammspieler nicht eingesetzt werden. Aus dieser Not machte man jedoch eine Tugend und schickte eine ganz junge Truppe aufs Parkett, mit einigen Akteuren, die in der letzten Saison noch in der A-Jugend spielten. Und diese schlugen sich nicht schlecht, auch wenn ihnen im Eifer des Gefechts gelegentlich die Übersicht verloren ging. Aber das darf man diesen Jungs sicherlich nachsehen.

Der Auftakt der Begegnung lief viel besser als erwartet, ja er war geradezu optimal. Der Abwehrverband war auf dem Posten und der Angriff warf bis zur 9. Minute eine 4:0-Führung heraus. In der Folgezeit fühlte man sich aber wohl etwas zu sicher und ließ die Gäste besser zur Entfaltung kommen. Diese drehten nun den Spieß um und nachdem die Einheimischen zwischen der 11. und der 16. Spielminute insgesamt 3 mal von der 7m-Linie gescheitert waren, stand es urplötzlich 4:4-Unentschieden (17. Min.). Aber mehr als den Ausgleich gestatteten die Gastgeber den Oberbergischen dann doch nicht. Über den Zwischenstand von 7:7 in der 23. Minute legten sie dann wieder einen Zahn zu. Mit der Schlusssirene der 1. Halbzeit kamen sie wieder zu einer 4-Tore-Führung und zum Halbzeitstand von 12:8.

Nach dem Seitenwechsel spielten die Wahner dann wiederum nicht konsequent genug, um den Sack endgültig zuzumachen. Großchancen nach Tempogegenstößen wurden leichtfertig vergeben. Die Doppeldörfler nahmen die Einladung zu leichten und schnellen Toren dankbar an. Folgerichtig erzielten sie in der 41. Minute erneut den Gleichstand (16:16). Doch noch einmal schien sich das Blatt zugunsten der Wahner zu wenden, obwohl sie eine doppelte Überzahl nicht in Treffer umzumünzen verstanden und darüber hinaus zwei weitere 7m-Strafwürfe vergaben. Aber sie holten mit einer Energieleistung bis zur 51. Minute eine 21:18-Führung heraus. Die bravourös kämpfenden Gäste gaben sich jedoch nicht geschlagen. Lohn ihrer Bemühungen war der erneute Ausgleich und in der 56. Minute die erstmalige Führung in dieser Begegnung. Diese gaben sie dann bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr ab, auch weil die Wahner einmal mehr von der 7m-Linie scheiterten.

Treffsicherster Spieler der Wahner war Tim Fuhrmann, der im Übrigen das Spiel der Gastgeber unermüdlich antrieb. Thomas Wieland, der Sascha Lobien in der 40. Minute im Tor ablöste, zeigte wie sein Vorgänger eine gute Leistung.

Die Wahner wurden von ihrem treuen Anhang vorbildlich und lautstark unterstützt. Das war klasse und absolut oberligawürdig.

Torfolge: 4:0 (9.), 4:4 (17.), 7:7 (23.), 9:7 (27.), 12: 8 (30.) – Halbzeit — 14:12 (37.), 16:16 (41.), 17:17 (46.), 21:18 (51.), 21:22 (56.), 24:25 (60.),

Ausnahmsweise einmal die Auflistung der verworfenen 7m (Spielminute/Spielstand):
11. (4:2) – 15. (4:3) – 16. (4:3) – 45. (17:16) – 49. (19:18) – 55. (21:20) – 57. (22:22),

TV Wahn: Thomas Ehlert (TW, n.e.), Sascha Lobien (TW), Thomas Wieland (TW), Christopher Busche (3/1), Florian Butscheid (1), Markus Filp (2), Tim Fuhrmann (8/3), Max Huckauf (2), Benjamin Jäger (3), Tilo Kühn (2), Tom Kulik (n.a.), Florian Lenzen (n.e.), Gordon Rastuttis (n.a.), Michael Siebert (n.a.), Benjamin Sprengel (n.e.), Tim Sprengel (n.a.), Sasa Vukoje (3/1),

Trainer: Stefan Filip, Co-Trainer: Sascha Lobien,
Betreuer: Thomas Schmitt, Physiotherapeutin: Sandra Paulet,
Zeitnehmer: Sabine Fromme, Markus Schneider, Michael Kandschur, Klaus-Henrik Tietgen,

Spielvorschau:
Samstag 01.09.2007, 18:30 Uhr HSG Rheinbach-Wormersdorf — TV Wahn

Karl Blank, 25.08.2007