Wahn I: Vorfreude auf das Topspiel

Am Samstag (17 Uhr, Bielerthalle an der Wiembachallee) blickt die Handball-Landesliga gespannt nach Leverkusen. Zum Topspiel des 4. Spieltags empfängt die hochgehandelte Reserve des TuS 82 Opladen den TV „Jahn“ Köln-Wahn. Vor dem Duell zwischen dem Tabellenvierten und -ersten ist klar, dass zumindest eine der beiden Mannschaften ihre bislang noch blütenweiße Weste verlieren wird.

Stefan Filips Ensemble kann mit breiter Brust anreisen. Die ersten drei Spiele wurden jeweils souverän gewonnen, was der Stimmung und dem Selbstvertrauen des Teams sehr gut tat. Mit der Opladener Reserve wartet nun aber der erste richtige Prüfstein auf den „Jahn“.

„Wir brauchen eine Topleistung, um gegen Opladen zu bestehen“, meint Filip, der sich beim ungefährdeten 33:28-Auftaktsieg in Frechen ein Bild von der Stärke des nächsten Gegners machte. „Opladen spielt eine kompakte und aggressive Deckung. Da müssen wir voll dagegenhalten“, fordert Filip, der die Partie am Samstag trotz ihrer Brisanz nicht überbewerten will. „Die Saison besteht aus 26 Spielen. Wir bleiben dabei, von Woche zu Woche zu schauen.“

Nach dem knapp verpassten Verbandsliga-Aufstieg in der vergangenen Saison hat der TuS die Qualität seiner ohnehin schon stark besetzten Mannschaft weiter erhöht. Neu mit dabei sind u.a. Mittelmann Fabrice Voigt, Rückraumshooter Christian Chelius und Kreisläufer Manuel Daun. Zusammen mit Torwartroutinier Sascha Carapina und Thomas Hohnl liefen sie zu früheren Regionalliga-Zeiten für die erste Mannschaft auf.

Auf die Wahner Defensive kommt am Samstag also Schwerstarbeit zu. Das Team von Srdjan Nikolic strahlt von nahezu jeder Position große Torgefahr aus. Trotz des Ausfalls von Abwehrorganisator Florian Butscheid sieht Filip gute Chancen, am Samstag nicht mit leeren Händen nach Wahn zurückkehren zu müssen. „Wenn sich alle an die Vorgaben halten, können wir auch in Opladen punkten.“

Tobias Carspecken

zum Bild: Abwehrchef Florian Butscheid kann seiner Mannschaft beim Spitzenspiel in Opladen nicht helfen. Er fehlt aus beruflichen Gründen. (Foto: Thomas Schmidt)