Wahn I: Pflichtaufgabe beim Schlusslicht

Rath - Wahn VorschauVor dem Lokalderby zwischen dem RSV Rath-Heumar und dem TV „Jahn“ Köln-Wahn (Samstag, 19.15 Uhr, Sporthalle am Hardtgenbuscher Kirchweg in Ostheim) könnte die Ausgangslage unterschiedlicher kaum sein. Die „Zebras“, die ihren großen personellen Aderlass vor Saisonbeginn nicht ansatzweise verkraften konnten, belegen mit 0:34 Punkten abgeschlagen den letzten Tabellenplatz. Auf ihrer Abschiedstournee aus der Handball-Landesliga empfangen sie mit dem TV Wahn das einzige noch ungeschlagene Team der Liga, das die Tabelle weiterhin mit einem Fünf-Punkte-Vorsprung auf den TuS 82 Opladen anführt.

Obwohl seine Mannschaft als haushoher Favorit nach Ostheim reist, warnt Trainer Stefan Filip davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen: „Ich erwarte eine konzentrierte und engagierte Leistung von jedem Spieler.“ Verzichten muss Filip neben den beiden Langzeitverletzten Tim Schmitz (Innenbandanriss) und Christian Dobbelstein (Fingerbruch) auch auf Jörn Klinnert, der gegen Opladen eine Rote Karte mit Bericht sah und deshalb vom Verband gesperrt wurde. Der Einsatz von Jens Voskuhl, der sich am Dienstagabend beim 35:28 (16:12)-Sieg im Drittrundenspiel des Kreispokals bei der HSG Refrath/Hand eine Adduktorenzerrung zuzog, ist derzeit noch fraglich.

Die durchwachsene Leistung seines Teams in Refrath wollte Filip indes nicht überbewerten: „Das war ein typisches Pokalspiel unter der Woche. Wir haben viel gewechselt, was dem Spielfluss sicherlich nicht gut tat.“ Die Tore zum Wahner Viertelfinaleinzug erzielten: Benjamin Jäger (7), Christian Simon (5), Malte Baumann (4), Christian Gerwe (4), Michael Siebert (3), Jens Voskuhl (3), Samuel Kingdon (2), Florian Butscheid (2), Simon Welter (2), Tim Sprengel (1), Ralf Proske (1) und Marcel Nürnberger (1).

Tobias Carspecken

zum Foto: Wahns Linkshänder Jörn Klinnert darf gegen Rath-Heumar wegen einer Sperre nur zusehen. (Foto: Thomas Schmidt)