Wahn I: Mit kleinem Kader nach Nippes

Zwölf Spiele, zwölf Siege, Tabellenplatz eins. Bei einem Blick auf das Tableau der Handball-Landesliga müsste man eigentlich meinen, der TV „Jahn“ Köln-Wahn sei frei von Sorgen. Vor dem letzten Hinrundenspiel am Samstag (20 Uhr, Halle Niehler Kirchweg 35) beim Turnerkreis Nippes stellt sich die Situation im Lager des Spitzenreiters aber ganz anders dar.

Trainer Stefan Filip (Foto) steht verletzungs-, krankheits- und arbeitsbedingt die Hälfte der Mannschaft nicht zur Verfügung. „Wir müssen versuchen, die letzten beiden Spiele vor der Winterpause irgendwie zu gewinnen, um unsere weiße Weste zu wahren“, sagt Filip, der froh ist, dass Benjamin Sprengel aus der 2. Mannschaft am Samstag als Aushilfe zur Verfügung steht. Von einer leichten Aufgabe geht bei den Blau-Weißen aufgrund der angespannten Personalsituation niemand aus. „Jetzt heißt es für uns, noch enger zusammenzurücken“, meint Abteilungsleiter Bernd Liberka, dessen Mannschaft mit einem Sieg die Herbstmeisterschaft perfekt machen würde.

Die Nord-Kölner stehen mit 7:17 Punkten auf dem elften Tabellenplatz, der am Saisonende den direkten Klassenerhalt garantieren würde. Seine bisherigen drei Siege fuhr der Turnerkreis jeweils zu Hause ein. Gegen Gelpetal, Marienheide und Rath-Heumar behielt die Mannschaft von Trainer Thomas Peichl, die in der vergangenen Saison souverän die Kreismeisterschaft gewann, die Oberhand. Dass der Aufsteiger auch gegen etablierte Landesligisten mithalten kann, bewies er bei den knappen Niederlagen gegen Oberwiehl und Frechen. Mit der Unterstützung der hoffentlich wieder zahlreich mitreisenden Anhänger wird der „Jahn“ alles daran setzen, eine Überraschung zu verhindern.

Tobias Carspecken