Wahn I: Halbfinalaus gegen Drittligist Dormagen

Wahn-Dormagen_1Zu der erwartet klaren Angelegenheit entwickelte sich das Halbfinale des Final Four in Leichlingen zwischen Handball-Landesligist TV „Jahn“ Köln-Wahn und dem Drittligisten TSV Bayer Dormagen. Der Außenseiter schied mit einer 24:43 (8:17)-Niederlage aus dem Kreispokal aus. „Wir haben das Beste aus unserer schwierigen personellen Situation gemacht und uns ordentlich verkauft“, lobte Abteilungsleiter Bernd Liberka den Einsatz des zehnköpfigen Wahner Aufgebots.

Wegen zahlreicher urlaubsbedingter Verhinderungen mussten sogar zwei Spieler aus dem Reserveteam mit nach Leichlingen reisen, damit Wahn eine spielfähige Mannschaft stellen konnte. „Natürlich hätten wir auch in Bestbesetzung keine Siegchance gegen Dormagen gehabt. Wenn man aber schon mal an einem Final Four teilnehmen darf, dann will man sich auch mit der kompletten Mannschaft präsentieren. Dieses Turnier an Ostern auszutragen, halten wir deshalb für sehr ungünstig“, hofft Liberka, dass der Rahmenspielplan des Pokals wieder geändert wird.

Wahn-Dormagen_2Trotz aller personeller Probleme gelang es den Blau-Weißen, Dormagen 15 Minuten lang zu ärgern. Erst dann ging der Drittligist erstmals in Führung. Zuvor hatte der „Jahn“ über 1:0, 3:1 und 5:4 für verwunderte Gesichter bei den rund 100 Zuschauern gesorgt. Dann aber setzte sich der Favorit mit einem 8:1-Lauf schon zur Pause deutlich ab.

Nach dem Seitenwechsel machte sich der Kräfteverschleiß beim Landesligisten deutlich bemerkbar. Bayer hielt das Tempo bis zum Schlusspfiff hoch und ließ dem guten Thomas Wieland (Foto) im Wahner Kasten mit zahlreichen Tempogegenstoßtoren keine Abwehrchance. Über 13:24, 16:29 und 20:34 fuhr der Drittligist einen standesgemäßen Erfolg ein.

Bester Wahner war Rückraumschütze Jens Voskuhl (Foto), der seine hervorragende Vorstellung mit neun Treffern krönte. Außerdem trafen: Tom Kulik (4), Simon Welter (4), Ralf Proske (3), Marcel Nürnberger (3) und Tim Schmitz (1/1).

Im anderen Halbfinale setzte sich der Leichlinger TV gegen den personell ebenfalls stark dezimierten Oberligisten Dünnwalder TV klar mit 35:16 durch, so dass es am Ostersonntag im Finale zum Duell zweier Drittligisten kam. Dort behielt der LTV knapp die Oberhand (28:27) und kämpft Ende Mai beim Endturnier des Handball-Verband Mittelrhein um den Einzug in die erste DHB-Pokalrunde.

Tobias Carspecken

Weitere Spielbilder von Thomas Schmidt: http://www.flickr.com/photos/df8kk/sets/72157633127897010/