Wahn I: Die Serie gegen Rath hält

„Hier regiert der TV Wahn“, hallte es am Samstagabend gegen 21 Uhr von der Tribüne in der Großsporthalle. Die Freude des einheimischen Anhangs war verständlich, schließlich hatten die Landesliga-Handballer des TV „Jahn“ Köln-Wahn das Lokalderby gegen den RSV Rath-Heumar kurz zuvor mit 32:28 (15:12) für sich entschieden.

20120227-wahn1-2„Das hat Spaß gemacht. Wir freuen uns über einen gelungenen Handballabend“, sagte Abteilungsleiter Bernd Liberka, der zusammen mit den über 150 Zuschauern Zeuge eines verdienten Wahner Sieges wurde. Saisonübergreifend blieb der TVW damit auch im vierten Duell mit den wieder einmal aufopferungsvoll kämpfenden Rathern unbesiegt. Bei drei Siegen und einem Unentschieden fällt der direkte Vergleich positiv für Wahn aus.

Noch wichtiger war allerdings, dass Stefan Filips Mannschaft mit diesem Erfolg ihren Negativlauf von vier sieglosen Spielen in Folge beendete und sich für ihre gute Trainingsarbeit belohnte. So lässt es sich gleich viel entspannter in das schwere Heimspiel am kommenden Samstag (19.30 Uhr) gegen den bislang noch ungeschlagenen Tabellenführer TV Strombach gehen.

Nach Spielschluss hob Stefan Filip drei Dinge hervor, die ihm besonders gefallen hatten: Die guten Leistungen der beiden Rückraumspieler Tom Kulik (sieben Tore) und Benjamin Weckwert (drei Tore) sowie die optimale Siebenmeterquote von Tim Schmitz, der Marcel Jede bei keinem seiner sieben Versuche eine Abwehrchance ließ.

20120227-wahn1-1Den besseren Start hatte allerdings der RSV erwischt, der zum 5:4 und 8:6 vorlegte. Die Wahner benötigten eine gute Viertelstunde, ehe sie auf Betriebstemperatur angelangt waren. Dann glich Michael Siebert zum 8:8 aus. Der Treffer war eine Art Weckruf für den TVW, der seinen Gegner vor allem dann vor Probleme stellte, wenn schnell nach vorne gespielt wurde. Zur Pause lag die Filip-Sieben in einer umkämpften Partie (der Rather Alexander Rose schied mit Verdacht aus Nasenbeinbruch frühzeitig aus) mit 15:12 vorne.

Doch die Mannschaft von Sebastian Peeters, der Rolf Rose auf der Rather Bank vertrat, gab sich nicht geschlagen und erwies sich auch in der zweiten Halbzeit als unangenehmer Gegner. Als Belohnung für diese gute Moral schaffte der RSV den 18:18-Ausgleich, auf den Wahn allerdings eine optimale Antwort parat hatte. Tim Schmitz, zweimal Tom Kulik und Benjamin Weckwert sorgten für die 22:18-Führung (43.). Rath-Heumar kam zwar noch einmal auf 26:24 (53.) heran, doch Florian Butscheid und Tim Schmitz machten mit ihren Treffern zum 28:24 alles klar.

Für den TV „Jahn“ Köln-Wahn trafen: Tim Schmitz (9/7), Tom Kulik (7), Tim Sprengel (4), Benjamin Weckwert (3), Michael Siebert (3), Marc Bartke (3), Florian Butscheid (2) und Benjamin Blank (1).

Tobias Carspecken

Fotos vom Spiel von Thomas Schmidt: http://www.flickr.com/photos/df8kk/sets/72157629461374709/