Wahn hofft auf Außenseiterchance

Zum fünften Auswärtsspiel in Folge reisen die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag zum CVJM Oberwiehl (Anwurf: 19.30 Uhr). Während die Oberberger als Überraschungsmannschaft der diesjährigen Saison gelten, plagt sich das „Flughafen-Team“ auch in dieser Spielzeit mit Abstiegssorgen.

Trotzdem ist vor dem Auswärtsspiel beim Tabellenvierten keine Schwarzmalerei im Wahner Lager angesagt. Vielmehr hofft die Mannschaft von Trainer Torsten Tietgen in Oberwiehl auf ihre Chance als Außenseiter. „In unserer momentanen Situation wäre es sehr wichtig, auch mal gegen eine Mannschaft aus dem oberen Tabellendrittel zu gewinnen“, unterstreicht Abteilungsleiter Bernd Liberka die Bedeutung des Spiels.

Die Abstiegsregelung spielt Wahns Handballern nämlich nicht in die Karten. Weil damit zu rechnen ist, dass mit dem BTB Aachen und dem Longericher SC zwei Regionalligisten aus dem Mittelrhein in die Oberliga absteigen, steigen in dieser Saison mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit drei Mannschaften aus der Verbands- in die Landesliga ab.

Ein Unentschieden wie das am vergangenen Sonntag beim Tabellenletzten Borussia Brand war also eigentlich zu wenig. Doch in Anbetracht des Spielverlaufs – neun Minuten vor dem Ende lagen Wahns Handballer mit sieben Toren zurück – war das Remis dann doch ein klarer Punktgewinn. Vier Zähler Rückstand auf den aktuell rettenden elften Platz sind eine nicht zu unterschätzende Hypothek, die erst einmal aufgeholt werden muss. Doch es ist zu schaffen und der Glaube daran ist da.

Hoffnung verleiht außerdem die Tatsache, dass das „Flughafen-Team“ beim 32:29-Hinspielerfolg über Oberwiehl seine bislang beste Saisonleistung bot. Auf die offensive 3:2:1-Deckung des Gegners hatte man vor allem in der ersten Halbzeit jederzeit eine Antwort parat. Überhaupt scheint der CVJM dem TV Wahn zu liegen, denn die drei letzten Vergleiche gingen allesamt an die Kölner. Deshalb rechnen Wahns Handballer am Samstag mit einem hochmotivierten Gegner, der vor eigenem Publikum die Scharte der Hinspielniederlage auswetzen will.

Die vierwöchige Winterpause scheint den Rhythmus der jungen Oberwiehler Mannschaft jedenfalls nicht geschadet zu haben. Am vergangenen Samstag setzten sich die Schützlinge des österreichischen Trainers Helmut Korb in eigener Halle gegen den Aufstiegsanwärter Marienheide knapp mit 23:22 durch. Ein Erfolg, der die Chancen auf Rang drei weiter wachsen ließ und für das Duell mit dem TV Wahn zusätzliche Rückenwind verleiht.

Tobias Carspecken