Trotzreaktion gefragt

Zum letzten Meisterschaftsspiel vor der vierwöchigen Herbstpause empfangen die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr, Großsporthalle) den Liganeuling DJK Westwacht Weiden.

Nach der enttäuschenden 25:27-Niederlage im Lokalderby gegen die SG MTVD ist nun eine Trotzreaktion gefragt. „Wir wollen mit einem Erfolgserlebnis in die Pause gehen, wissen aber, dass der Gegner sehr unangenehm zu spielen ist“, so Abteilungsleiter Bernd Liberka, der auch gegen die Westwacht mit einem knappen Spielverlauf rechnet.

Herausragende Akteure im Kader der Gäste sind die beiden Rückraumspieler Marc Schlingensief und Patrick Mosemann. Während Schlingensief mit bislang 31 Treffern die Torschützenliste der Verbandsliga anführt, war der regionalligaerfahrene Mosemann immerhin 28 Mal erfolgreich und belegt im Liga-Ranking Platz vier.

Mit 3:3 Punkten – darunter eine Punkteteilung vor eigenem Publikum gegen den Aufstiegsaspiranten SSV Marienheide – liegt die Westwacht momentan im Soll. Dementsprechend zufrieden ist Weidens Tainer Lutz Hellemeister mit den gezeigten Leistungen des Liganeulings. „Bislang konnten wir gerade in den Spielen, die positiv verlaufen sind, schon phasenweise erkennen lassen, was in dieser Mannschaft steckt“, erklärt Hellemeister in einem Interview mit „Handball aktuell“, der Hallenzeitung des TV Köln-Wahn. „Wir werden uns in Wahn nicht verstecken, denn das wäre nicht das richtige Mittel, um gegen diese Mannschaft zu bestehen.“

Das „Flughafen-Team“ liegt mit 4:4 Punkten im Mittelfeld platziert. Um den Anschluss an das obere Tabellendrittel zu wahren, wäre ein Sieg gegen Westwacht Weiden wichtig. Unabhängig vom Ausgang des Spiels werden Wahns Handballer die Herbstpause zu einer zweiten Vorbereitungsphase nutzen. Schließlich stand Spielertrainer Robert Bosnjak in der Sommervorbereitung nur ein arg dezimierter Kader zur Verfügung, der bislang sein ganzes Potential nicht unter Beweis stellte.

Tobias Carspecken