Punkteteilung gegen Longerich

In der Handball-Landesliga trennten sich der Longericher SC II und der TV „Jahn“ Köln-Wahn mit einem 24:24 (12:14)-Unentschieden. Wahn lag fünf Minuten vor Spielende mit drei Toren vorne, konnte den Vorsprung aber nicht verwalten.

Lange Zeit hatte die Mannschaft von Trainer Torsten Tietgen in diesem zerfahrenen Lokalderby die Nase vorn. Über 5:4 (10.) und 9:7 (20.) führte das „Flughafen-Team“ zur Pause mit 14:12. Trotzdem konnte Wahns Trainer mit der Leistung seiner Mannschaft nicht zufrieden sein, da sich das „Flughafen-Team“ zu viele technische Fehler leistete und gegen die offensive Longericher Deckung zu statisch agierte.

Im zweiten Durchgang änderte sich das Spiel nur unwesentlich. Wahn lag fast immer in Führung (15:12/34., 19:16/40.), konnte sich aber nicht entscheidend absetzen. Die junge LSC-Reserve blieb im Spiel und glich in der 47. Minute zum 19:19 aus. Wahn konterte mit einem Zwischenspurt und sah fünf Minuten vor Spielende schon fast wie der sichere Sieger aus. 24:21 lagen die Tietgen-Schützlinge zu diesem Zeitpunkt vorne, ehe sich nach einer Longericher Auszeit das Blatt wendete.

65 Sekunden vor Spielende glich der Gegner per Siebenmeter aus und hatte bei einer 6:4-Überzahl – Tim Fuhrmann und Dominik Heimes saßen auf der Strafbank – sogar noch die Chance zum Sieg. Wahn verteidigte allerdings geschickt und ergatterte – im Hinblick auf die finale Unterzahlsituation – immerhin noch einen Zähler, obwohl zwei Punkte eigentlich hätten eingefahren werden müssen.

Mit Blick auf die anstehenden Aufgaben – am kommenden Samstag gastiert der bislang verlustpunktfreie Spitzenreiter TuS Opladen II in Wahn – wird sich das „Flughafen-Team“ erheblich steigern müssen. Allerdings dürfte sich bis dahin auch die personelle Situation wieder gebessert haben. In Longerich fehlten mit Thomas Wieland, Jürgen Proske, Uwe Müller, Markus Filp und Florian Butscheid gleich fünf Spieler. Michael Siebert ging zudem angeschlagen in die Partie.

Für Wahn trafen: Dominik Heimes (10/6), Michael Siebert (6), Tim Fuhrmann (3/1), Benjamin Jäger (2), Felipe Arroyo (2) und Thorsten Dolinski (1).

Tobias Carspecken

Bilder vom Spiel von Thomas Schmidt