Niederlage nach engem Spielverlauf

Die Landesliga-Handballer des TV „Jahn“ Köln-Wahn warten im neuen Jahr weiter auf ihren ersten Sieg. Gegen den Tabellenzweiten TuS Rheindorf verloren die ersatzgeschwächten Blau-Weißen zwar mit 28:32 (14:14), zeigten sich dafür aber im Vergleich zu den Vorwochen spielerisch und kämpferisch deutlich verbessert.

Beide Teams starteten mit großen Schwierigkeiten in die Partie. Zu Beginn bekamen die Zuschauer in der Wahner Großsporthalle von beiden Mannschaften viele einfache Fehler zu sehen, so dass ein geordneter Spielaufbau nicht zustande kam. Dann waren es allerdings die Jungs von Torsten Tietgen, die die ersten nennenswerten Akzente setzen konnten.

Nach einer 6:5-Führung zogen die Einheimischen bis zur 18. Minute auf 10:7 davon. Rheindorf schien zu diesem Zeitpunkt ein absolut schlagbarer Gegner zu sein; in Überzahl verpassten es die Porzer allerdings, ihren Vorsprung weiter auszubauen. So war die Führung der Blau-Weißen innerhalb von wenigen Minuten dahin. Beim 11:12 lag Wahn sogar im Rückstand, konnte bis zur Pause aber wieder gleichziehen (14:14).

Nach dem Seitenwechsel war Torsten Tietgen mit dem Auftritt seiner Jungs zunächst überhaupt nicht zufrieden. Auf die unnötigen Einzelaktionen und den daraus resultierenden 16:18-Rückstand reagierte er mit einer Auszeit. Die Unterbrechung sollte sich positiv auf das Wahner Spiel auswirken, denn als Simon Blendl in der 45. Minute zum 23:22 einnetzte, lagen die Gastgeber in dieser engen und umkämpften Partie wieder vorne.

Rheindorf antwortete im Stile einer Spitzenmannschaft und nutzte die nun folgenden Wahner Fehler gnadenlos aus. Mit vier schnellen Toren in Folge drehten die Leverkusener die Partie zum 23:26 und gaben diesen Vorsprung bis zum Ende nicht mehr her. Die Gastgeber verkürzten zwar noch einmal zum 28:30 und setzten danach mit einer offenen Manndeckung alles auf eine Karte; die nun entstehenden Freiräume wusste Rheindorf mit zwei finalen Treffern aber zu seinen Gunsten ausnutzen.

Der Sieg der Gäste, die zu wesentlich mehr einfachen Treffern aus dem Rückraum kamen, ging aufgrund der zweiten Halbzeit in Ordnung. Zwar offenbarten die Jungs von Torsten Tietgen auch in dieser Partie einige Schwächen, zu Gute halten muss man ihnen allerdings, dass der Kader erneut klein war und der Kampf endlich wieder stimmte. Darauf gilt es in den nun folgenden wichtigen Partien beim SSV Nümbrecht und daheim gegen den RSV Rath-Heumar aufzubauen.

Für den TV „Jahn“ Köln-Wahn waren erfolgreich: Christopher Busche (7/3), Michael Siebert (5), Dominik Heimes (4), Andreas Glüer (4/3), Markus Filp (3), Simon Blendl (3), Tim Fuhrmann (1) und Tom Kulik (1).

Tobias Carspecken