Mit guter Stimmung nach Wallefeld

Derzeit könnte die Stimmung bei den Handballern des TV „Jahn“ Köln-Wahn kaum besser sein. Mit drei Siegen in Folge kletterte der Landesligist auf den fünften Platz. Im Auswärtsspiel am Sonntag (16.30 Uhr, Walbachhalle in Engelskirchen-Ründeroth) beim Tabellenletzten TV Wallefeld will das Team von Trainer Torsten Tietgen seine Erfolgsserie ausbauen.

Torsten Tietgen muss bei diesem Vorhaben jedoch neben den beiden verletzten Rückraumspielern Dominik Heimes (Kreuzbandriss) und Tim Fuhrmann (Bänderriss) auch auf Linksaußen Jürgen Proske verzichten, der momentan im Urlaub weilt und erst wieder beim nächsten Heimspiel am 5. Dezember gegen den HSV Bocklemünd (19.30 Uhr, Schulzentrum Wahn) auflaufen wird.

Die aktuelle Siegesserie der Tietgen-Schützlinge ist angesichts der angespannten personellen Situation umso bemerkenswerter. Durch die längerfristigen Verletzungen der beiden Rückraumspieler Heimes und Fuhrmann stehen Torsten Tietgen seit Wochen nur sehr wenige Auswechselmöglichkeiten zur Verfügung. Trotzdem ist es der Mannschaft gelungen, sich innerhalb von nur wenigen Wochen vom neunten auf den fünften Platz vorzuarbeiten – der Kontakt zur Spitzengruppe ist wieder hergestellt. Der CVJM Oberwiehl II, derzeit auf Rang drei, hat lediglich zwei Zähler mehr als Wahn auf dem Konto. Gelingt am Sonntag in Wallefeld ein erneuter Sieg, haben die Jungs von Torsten Tietgen gute Chancen, in der Tabelle weiter an Boden gut zu machen.

Gegen den TV Wallefeld stellen sich Wahns Handballer auf einen Kontrahenten ein, der über den Kampf versuchen wird zum Erfolg zu kommen. Für die Tietgen-Schützlinge bedeutet dies, von Beginn an hellwach zu sein und den Kampf wie schon beim jüngsten Heimsieg über Hürth (28:24) anzunehmen. Durch vier Niederlagen in Folge rutschte die Mannschaft von Trainer Meinolf Hassinger auf den letzten Tabellenplatz ab. Zur sportlich prekären Situation kommt für die Oberberger belastend hinzu, dass Hassinger bei der deutlichen Vorwochenniederlage in Longerich verletzungsbedingt nur auf einen stark dezimierten Kader zurückgreifen konnte. Inwiefern sich die personelle Lage beim TV Wallefeld, der in der vergangenen Saison souverän aus der Kreisliga Oberberg in die Landesliga aufstieg, bis Sonntag entspannt hat, bleibt abzuwarten.

Tobias Carspecken