Jubiläumsspiel · TV Köln-Wahn – TSV Dormagen (Bundesligist) · Kölner Stadt-Anzeiger

Spaß mit den volksnahen Profis

Es waren wohl nicht nur die drei Handballnationalspieler aus Griechenland, Weißrussland und den Niederlanden, die rund 400 Fans in der Sommerpause in die Wahner Sporthalle gelockt hatten und sich durch einen am Ende standesgemäßen 45:17 (17:10)-Sieg des TSV Dormagen gegen den TV Jahn Wahn unterhalten ließen.

Mehr als Spyros Balomenos, Vitali Feshanka und Michiel Lochtenbergh konnte jedoch Kai Wandschneider Hände schütteln, denn der Trainer des Bundesligisten hatte von 1993 bis 2001 beim Landesligisten seine Lehrjahre absolviert und ist nicht nur wegen des Regionalliga-Aufstiegs 1997 in guter Erinnerung geblieben.
Ein Bilderrahmen mit Fotos und Zeitungsartikeln aus dieser Ära als Gastgeschenk ließ jedenfalls bei allen Beteiligten vor dem Anpfiff die gute, alte Zeit noch einmal lebendig werden.

Das Spiel selbst prägte natürlich das freundschaftliche Verhältnis, denn die Profis ließen in der ersten Hälfte die Freizeitsportler gewähren und mitspielen, so dass auch die Stimmung auf den Rängen ansprechend war. Wahns Trainer Torsten Tietgen konnte am Ende mehr als zufrieden sein, denn die beiden Neuzugänge Dominik Heimes (7) und Uwe Müller (4) warfen die meisten Tore und deuteten an, dass ihr Team vor allem im Rückraum künftig mehr Durchschlagskraft als zuletzt haben dürfte.

Da in Felipe Arroyo, Tim Fuhrmann und Benni Blank noch drei Spieler fehlten und das Auswechselkontingent beschränkt war, setzten sich die Gäste in voller Besetzung und mit unvermindertem Tempo ab.

„Trotz dieses ungewöhnlichen Termins in den Ferien war diese Veranstaltung ein Riesenerfolg, ein tolles Erlebnis und sicher ein positiver Saisonstart für unsere Spieler und Fans“, sagte Teamsprecher Tobias Carspecken. „Daran hatten die Dormagener nicht nur durch den sportlichen Auftritt ihren Anteil, denn beim gemeinsamen Grillen präsentierten sie sich sehr volksnah.“

Tore für Wahn: Heimes (7), Müller (4), Busche (2), Filp (2), Siebert (1), Dolinski (1). – Tore für Dor magen: Schindler (7), Holst (7/1), Lochtenbergh (7/2), Plaz (5), Linder (4), Schagen (3), Meyer (3), Balomenos (2), Dmytruszynski (2), Wittig (2), Nippes (2), Landsberg (1).

Kölner-Stadt-Anzeiger vom 27.7.09