Herzschlagfinale

TV Köln-Wahn – TV Bergneustadt 25:26 (13:16)

Nur ein einziges Mal konnten die Gastgeber in dieser Begegnung eine Führung erzielen, nämlich gleich zu Beginn. Ansonsten lagen die Oberbergischen fast immer leicht in Front. Ihr Erfolg ist angesichts dieser Tatsache daher nicht ganz unverdient. Aber einmal mehr vergaben die Wahner den durchaus möglichen doppelten Punktgewinn durch eine schwache Ausbeute von der 7m-Linie. Wenn man in einem engen Spiel hier sechs Mal versagt und das zu den ungünstigsten Zeitpunkten, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man am Ende mit leeren Händen da steht.

Die Gäste spielten im ersten Durchgang ein wenig abgeklärter, während die Einheimischen selbst Überzahlspiele kaum in zählbare Erfolge ummünzen konnten. Gleichwohl kamen sie in der 28. Minute zum 13:13-Ausgleich. Doch die Oberbergischen nutzten danach einige Wahner Unkonzentriertheiten und erhöhten bis zum Halbzeitpfiff auf 13:16.

Nach der Pause war man gespannt, ob die Gastgeber in die Erfolgsspur finden würden. Sie taten das dann im Eiltempo, obwohl sie in Unterzahl beginnen mußten. Aber innerhalb von knapp vier Minuten hatten sie den 3-Tore-Rückstand aufgeholt und zum 17:17 ausgeglichen (34. Min.). Doch sie gaben das Heft wieder aus der Hand und die Partie verlief in der Folgezeit in ähnlichen Bahnen, wie im ersten Durchgang, einschließlich des Gleichstandes wenige Minuten vor dem Ende (25:25., 57. Min.). Doch jetzt wurde es richtig spannend. Bei diesem Gleichstand verwarfen die Wahner in der 58. Minute einen 7m-Strafwurf. In Überzahl spielend scheiterten sie in der 59. Minute erneut von der Strafwurflinie. Die Gäste machten es in der Schlußminute besser, als sie nervenstark einen ihnen zugesprochenen 7m zum Siegtreffer verwandeln konnten.

In beiden Halbzeiten gab es einigen Leerlauf und etliche technische Unzulänglichkeiten. Das Spiel lebte zwar von seiner Spannung, vor allem in der Schlußphase, aber insgesamt kam das spielerische Element zu kurz. Die Oberbergischen haben den Sieg in erster Linie ihrem guten Torhüter zu verdanken. Die beiden Unparteiischen wirkten nicht immer souverän, doch sie benachteiligten insgesamt gesehen keine der beiden Mannschaften.

Torfolge: 1:2 (6.), 3:6 (10.), 7:9 (16.), 10:12 (22.), 12:12 (26.), 13:16 (30.) – Halbzeit — 17:17 (34.), 18:19 (38.), 19:21 (43.), 20:23 (48.), 23:23 (53.), 25:25 (57.), 25:26 (60.),

TV Wahn: Thomas Ehlert (TW, n.a.), Sascha Lobien (TW), Thomas Wieland (TW), Christopher Busche, Florian Butscheid (3), Markus Filp (3), Tim Fuhrmann (5), Max Huckauf (1), Benjamin Jäger (3), Tilo Kühn, Tom Kulik (5/4), Florian Lenzen (n.e.), Gordon Rastuttis (n.a.), Michael Siebert (3/2), Benjamin Sprengel (n.a.), Tim Sprengel (n.a.), Sasa Vukoje (1)
(dem Chronisten ist der Schütze eines Tores durch die Lappen gegangen)

Trainer: Stefan Filip, Co-Trainer: Sascha Lobien
Betreuer: Thomas Schmitt, Physiotherapeutin: Sandra Paulet
Zeitnehmer: Sabine Fromme, Markus Schneider, Michael Kandschur, Klaus-Henrik Tietgen, Michael Busche

Spielvorschau: Samstag 20.10.2007, 19:30 Uhr HSG Siebengebirge-Thomasberg — TV Wahn

Karl Blank, 13.10.2007