Handballer wollen den nächsten Sieg

Nach der kurzen Meisterschaftspause steht für die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr) das nächste Spiel auf dem Programm. Mit der HSG Niederpleis/Sankt Augustin gastiert ein unmittelbarer Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt in der Großsporthalle.

Für beide Mannschaften ist die Partie von großer Bedeutung. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge wollen Wahns Handballer am Samstag die nächsten beiden Punkte einfahren und ihren Rückstand auf das untere Mittelfeld weiter verkürzen. Auch der Kontrahent steht unter Zugzwang. Mit der deutlichen 25:32-Niederlage gegen die SG MTVD rutschte die HSG auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Verliert Niederpleis auch in Wahn, hat das Team nur noch sehr geringe Chancen, dem Abstieg zu entgehen.

Bei den Gastgebern stellt man sich auf eine hart umkämpfte Partie ein. Für die Mannschaft von Trainer Torsten Tietgen heißt es deshalb, von Beginn an den Kampf anzunehmen und hellwach zu sein. Grundlage für den dritten Sieg in Folge soll wie zuletzt eine aggressive Deckung sein, mit der man bereits dem MTVD und Westwacht Weiden den Schneid abkaufte.

Im Hinspiel behielt das „Flughafen-Team“ mit einem ungefährdeten 31:27-Erfolg die Oberhand. Allerdings ist die Niederpleiser Mannschaft, gegen die Wahn im Oktober 2008 gewann, mit der, die am Samstag auflaufen wird, kaum mehr zu vergleichen. Neben Spielertrainer Enno Mühlenstedt hat sich der Klub von der Sieg auch mit Torwart Ulf Klinger, Linkshänder Keno Knittel, Jörn Kozel, Jens Bennauer und Mike Keller verstärkt. Jeder von ihnen besitzt Regionalliga-Erfahrung und soll mit seiner Routine Niederpleis vor dem erneuten Abstieg retten.

Das „Flughafen-Team“ dürfte mit einem psychologischen Vorteil in die Partie gehen, schließlich haben die Tietgen-Schützlinge ihre beiden letzten Spiele gewonnen und vor allem mit dem Sieg beim Tabellenzweiten Westwacht Weiden ein dickes Ausrufezeichen setzen können. Trotzdem sollte den Gastgebern klar sein, dass auch in Zukunft jeder Erfolg hart erarbeitet werden muss.

Hinter dem Einsatz von Torwart Thomas Wieland, der schon in Weiden wegen einer Knieverletzung fehlte, steht ein Fragezeichen. Ansonsten dürften Trainer Tietgen alle Akteure zur Verfügung stehen.

Die Mannschaft des TV Wahn hofft in diesem sehr wichtigen Spiel einmal mehr auf die zahlreiche und lautstarke Unterstützung ihrer Fans. Die Großsporthalle muss „brennen“!

Tobias Carspecken