Erwartungsgemäße Niederlage

Mit einer erwartungsgemäßen Niederlage im Gepäck kehrten die Oberliga-Handballer des TV Köln-Wahn von ihrem Auswärtsspiel beim Weidener TV zurück. Das „Flughafen-Team“ unterlag mit 25:36 (9:17) und bleibt damit Schlusslicht.

Die Vorzeichen für das erste Spiel nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers Stefan Filip hätten kaum schlechter stehen können. Gordon Rastuttis weilte im Urlaub, Tom Kulik und der langzeitverletzte Benjamin Sprengel standen ebenso wenig zur Verfügung. Haupttorschütze Tim Fuhrmann, der sich noch immer mit einem grippalen Infekt plagt, konnte nur sporadisch eingesetzt werden. So musste Linksaußen Michael Siebert auf der für ihn vollkommen ungewohnten Mittelposition aushelfen.

Die Begegnung vor rund 120 Zuschauern in der urigen Weidener Sporthalle – darunter über 30 Unentwegte aus Köln – entwickelte sich schnell zu einer einseitigen Angelegenheit. Der Weidener TV tat dem „Flughafen-Team“ nicht den Gefallen, das Schlusslicht zu unterschätzen. Während die Gastgeber von der ersten Minute an konzentriert aufspielten, erlaubte sich der TV Köln-Wahn viele einfache Fehler, die Weiden das Leben leicht machten. Über 6:3 und 13:7 lagen die Gastgeber schon zur Pause mit 17:9 uneinholbar vorne.

Nach dem Wechsel konnte der TV Köln-Wahn die Begegnung zumindest etwas ausgeglichener gestalten, das Angriffsspiel der Porzer klappte nun besser. Obwohl Durchgang zwei mit nur drei Toren verloren ging, stand am Ende ein standesgemäßer 36:25-Sieg der favorisierten Weidener über chancenlose Wahner zu Buche. Erfreulich war hingegen, dass der 19-jährige Florian Lenzen, der im vergangenen Jahr noch in der eigenen A-Jugend spielte, zu seinem ersten Einsatz in der Oberliga kam. Wahns Interimstrainer Markus Zimmermann bilanzierte: „Unsere Ausfälle konnten wir einfach nicht kompensieren. Ich bin mit der kämpferischen Leistung der Mannschaft zufrieden, trotzdem haben wir viel zu viele einfache Fehler begangen.“

Bleibt also festzuhalten, dass für das „Flughafen-Team“ angesichts der momentanen personellen Situation einfach nicht mehr möglich ist. Ziel der Mannschat muss es sein, aus den begangenen Fehlern zu lernen, nicht den Kopf in den Sand zu stecken und in jedem Spiel ihr Bestes zu geben.

Für den TV Köln-Wahn trafen:

Michael Siebert (5), Benjamin Jäger (5/3), Sasa Vukoje (4), Florian Butscheid (3), Christopher Busche (3), Tilo Kühn (3) und Markus Filp (2).

Tobias Carspecken