Enttäuschende Vorstellung

Der TV Köln-Wahn hat sein Heimspiel in der Handball-Verbandsliga gegen die HSG Siebengebirge-Thomasberg II nach desaströser Vorstellung mit 28:36 (16:19) verloren.

Den Spielverlauf und vor allem das Endergebnis hatten sich die Einheimischen ganz anders vorgestellt, zumal Trainer Robert Bosnjak mit Rückkehrer Mesut Sümercan am Kreis endlich eine Alternative aufbieten konnte und sich darüber hinaus der langzeitverletzte Tim Fuhrmann zurückgemeldet hatte.

Aber die Gastgeber wurden vor 200 Zuschauern in der Großsporthalle zunächst kalt erwischt. Ehe sie sich versahen, lagen sie mit 0:3 im Rückstand und die Siebengebirgler hatten da schon angedeutet, was an diesem Abend eine ihrer Stärken sein würde – nämlich den schnellen Ball nach vorne zu spielen und die Tempogegenstöße sicher abzuschließen. Doch im ersten Durchgang wurde es ihnen noch nicht so leicht gemacht, denn zwischen der 10. Und der 20. Minute hatte die Wahner einen kleinen Lauf. Diesen Abschnitt entschieden sie mit 8:4 Toren für sich und so kam es, dass sie in der 23. Minute mit dem 13:11 eine knappe Führung herausgeworfen hatten.

Robert Bosnjak traf aus der zweiten Reihe und sein Zusammenspiel mit Kreisläufer Christopher Busche funktionierte auch ganz gut. Doch in der Folgezeit gelang es dem TV Köln-Wahn überhaupt nicht, die Tempogegenstöße des Gegners zu unterbinden. Das Rückwärtsverhalten der Gastgeber war noch nicht einmal suboptimal, es fand, von Ausnahmen mal abgesehen, überhaupt nicht statt. Die Drei-Tore-Führung der Gäste zur Pause (16:19) war da nur folgerichtig.

Nach dem Wechsel ließ sich die HSG nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Dazu fielen die Einheimischen einfach zu sehr ab. Zahlreiche Fehlpässe und nicht gut vorbereitete Torschüsse stellten den Gegner vor keine allzu großen Probleme. Der Gästetorhüter wurde regelrecht warm geworfen. Die Effektivität des Angriffs, die vor der Pause noch bei knapp 60 Prozent lag, sank nach dem Wechsel auf unter 40 Prozent. Siebengebirge hatte jetzt leichtes Spiel und landete einen ungefährdeten und verdienten Auswärtssieg.

Tim Fuhrmann wurde bei seiner Einwechslung in der 34. Minute mit herzlichem Applaus bedacht und führte sich gleich mit einem Holztreffer ein, bevor ihm später dann drei richtige Treffer gelangen. Es ist schon schade, dass es die Gastgeber in dieser Begegnung leichtfertig versäumt haben, den zahlreichen Zuschauern eine ordentliche Leistung zu bieten und Werbung für die nächsten Spiele zu betreiben.

Torfolge: 0:3 (5.), 7:6 (14.), 13:11 (23.), 14:14 (25.), 16:19 (30.) – Halbzeit – 17:22 (37.), 21:24 (42.), 22:28 (48.), 24:31 (53.), 26:34 (57.), 28:36 (60.).

Tore für den TV Köln-Wahn: Christopher Busche (7/4), Robert Bosnjak (6), Benjamin Jäger (4), Daniel Esser (4), Tim Fuhrmann (3), Markus Filp (2), Mesut Sümercan (2).

Karl Blank