Duell mit dem Spitzenreiter

Am Samstag (19.30 Uhr) empfangen die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn den bislang noch verlustpunktfreien Spitzenreiter Pulheimer SC in der Großsporthalle.

Nach den Niederlagen gegen Siebengebirge und Bardenberg geht die Mannschaft von Spielertrainer Robert Bosnjak als klarer Außenseiter in die Partie. Der Tabellenneunte besitzt nach acht Spieltagen einen nur geringen Vorsprung auf die Abstiegsplätze und muss aufpassen, in nicht noch größere Gefahr zu geraten.

Während beim letzten Heimspiel gegen Siebengebirge die richtige Einstellung fehlte, zeigten Wahns Handballer in Bardenberg wenigstens Moral. Nach einem deutlichen Rückstand kämpften sich die Bosnjak-Schützlinge zurück in die Partie und glichen in der Schlussphase sogar aus.

Dass es am Ende erneut nicht zu etwas Zählbarem reichte, lag im schwachen Auftritt der ersten Halbzeit und groben individuellen Fehlern in der Schlussphase begründet, mit denen es für den TV Köln-Wahn gegen jede Verbandsliga-Mannschaft schwer geworden wäre, als Sieger vom Platz zu gehen. Noch immer ist das Rückzugsverhalten mangelhaft – ein Defizit, das das „Flughafen-Team“ unbedingt abstellen sollte, um gegen den Pulheimer Tempohandball eine Chance zu haben.

Überhaupt verlangt Robert Bosnjak gegen den Tabellenführer einen ganz anderen Auftritt seiner Mannschaft, als es zuletzt der Fall gewesen ist. So ist Wiedergutmachung für den indiskutablen letzten Heimauftritt angesagt – und wenn dies nicht über Punkte gelingen sollte, dann zumindest mit einer leidenschaftlichen Vorstellung, die dem Gegner alles abverlangt.

Mit dem Pulheimer SC reist am Samstag das einzige noch verlustpunktfreie Team der Verbandsliga nach Wahn. Die Mannen von Trainer Kelvin Tacke, die schon vor Saisonbeginn als heißer Aufstiegskandidat gehandelt wurden, ergatterten aus den bisherigen acht Spielen die Optimalausbeute von 16:0 Zählern.

Doch auch der Spitzenreiter muss sich seine Punkte hart erkämpften – das zeigten vor allem die drei letzten Meisterschaftsspiele. Aus den Duellen mit Oberwiehl, Weiden und Siebengebirge ging der Pulheimer SC um seinen regionalligerfahrenen Rückraumschützen Christoph Schaaps nur als knapper Sieger hervor.

Bis auf Alexander Busche und Jürgen Proske, die beide noch gesperrt sind, stehen Wahns Spielertrainer Robert Bosnjak alle Akteure zur Verfügung.

Tobias Carspecken