Den ersten Sieg fest im Visier

Zum zweiten Spieltag der Handball-Verbandsliga hat der TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr) das Team von Borussia Brand in der Großsporthalle zu Gast.

Nach der Auftaktniederlage gegen den Aufstiegsfavoriten SSV Marienheide, bei der das „Flughafen-Team“ seiner momentan sehr dünnen Spielerdecke Tribut zollen musste, zählen gegen Borussia Brand nur zwei Punkte. „Wir sehnen uns nach dem ersten Heimsieg nach langer Zeit“, sagt Abteilungsleiter Bernd Liberka. Wahn gelang in der vergangenen Oberliga-Saison kein Heimsieg, der letzte doppelte Punktgewinn vor heimischem Publikum datiert vom 21. April 2007, als in der damaligen Verbandsliga-Partie der HGV Hürth-Gleuel knapp mit 21:20 bezwungen wurde.

Obwohl Borussia Brand seine Auftaktpartie in Bocklemünd überraschend hoch mit 19:31 verlor, sollte dem „Flughafen-Team“ klar sein, dass das zweite Heimspiel binnen sieben Tagen trotzdem nicht zum Selbstläufer wird. Schließlich fehlten Brand am ersten Spieltag mit Claudius Heide und Christian Strutz die beiden erfolgreichsten Rückraumschützen der vergangenen Saison. Zwar wird Claudius Heide der Borussia auch beim Gastspiel in Wahn nicht zur Verfügung stehen, Bernd Liberka warnt jedoch davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wir sollten uns von der hohen Brander Auftaktniederlage nicht blenden lassen. Brand ist mit Sicherheit stärker, als es das Ergebnis in Bocklemünd vermuten lässt.“

Weiterhin ist davon auszugehen, dass der Gegner aus dem Aachener Land auf Wiedergutmachung für seine herbe Auftaktschlappe aus ist. „Wir werden ums um 100 Prozent steigern müssen und anfangen Handball zu spielen“, sagt Daniel Ganser, Torwart von Borssia Brand, in einem Interview mit „Handball aktuell“, der Hallenzeitschrift des TV Köln-Wahn, die auch am Samstag wieder kostenlos in der Großsporthalle erhältlich ist. Ganser: „Ich erwarte ein packendes Handballspiel, da Wahn sicherlich nicht mit zwei Heimniederlagen starten will.“

Wie schon gegen Marienheide werden dem TV Köln-Wahn auch am zweiten Spieltag Tim Fuhrmann (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss), Florian Butscheid (in Südamerika) und Sasa Vukoje (beruflich in Slowenien) nicht zur Verfügung stehen. Immerhin kann Thorsten Dolinski, der gegen Marienheide nach nur zehn Minuten mit einer Platzwunde am Kopf verletzt ausschied, am Samstag wieder voll mitwirken.

Tobias Carspecken