C-Jugend: Eine Stunde bis und eine Stunde in Bickendorf

Die C-Jugend (m) des TV-Wahn machte heute die Meisterschaft vorzeitig fest!

Mit den unterschiedlichsten Gedanken, Rechnungen und Fallbeispielen in den Köpfen traten ein Torwart und zehn Feldspieler in Bickendorf gegen den Tabellenzweiten, dem TUS Ehrenfeld 65 an (Fotolink in Anlage). Bedenken, dass das Spiel bereits im Ansatz als verloren gewertet werden würde, gab es bereits auf der Hinfahrt zum Ausweichquartier der Ehrenfelder nach Köln-Bickendorf. Durch einen Autobahnstau war eine rechtzeitige Ankunft und der Anpfiff nämlich überhaupt nicht sichergestellt.

Nach Erreichen der Bickendorf Halle, füllte sich die Bank der mitgereisten Elternteile; die Stimmung war trotz des zu erwartenden schweren Spiels insgesamt gut. Auch für die Ehrenfelder war der Anreiz sehr groß, das heutige Spiel zu gewinnen und sich selber an die Tabellenspitze zu setzen.

Doch das Team um Trainer Sven Petersen zeigte dem Gastgeber direkt nach Anwurf wo der Hase läuft. Rasch setzte sich die Mannschaft beginnend mit dem ersten Tor (bereits nach 20 Sekunden) von Timo Dreesbach (1 Tor) mit sechs zu null Toren ab. Ganz stark das Abwehrverhalten; mit lauter Kommunikation wurde nicht nur die Ehrenfelder eingeschüchtert sondern klar jedem ein Gegenspieler zugewiesen und entsprechend abgedeckt. Christopher Stein (5 Tore) gelang es anfangs nicht, seine vorhandene überzählige Energie derart in das Flugprofil seiner Bälle zu legen, dass er auch den Kasten traf. Langsam tastete er sich über die Latte an den Raum zwischen den Pfosten heran. Mit dem vier zu null gelang ihm dann sogar seinen 80. Saisontreffer. Ein gutes Auge und eine flinke Hand zeigte Mannschaftskapitän Dennis Liberka (17 Tore), der oft den im Mittelfeld unkonzentriert spielenden Ehrenfeldern den Ball abnahm und unmittelbar konterte. Mit seiner Trefferausbeute war er wiederum der erfolgreichste Werfer. Mit dem 28. Wahner Tor in der Endphase des Spiels gelang es ihm auf insgesamt 180 Saisontore zu kommen. Es sah alles in allem nach einem leichten Spielverlauf aus. Es dominierten die ganzen 25 Minuten hindurch der TV-Wahn.

In der zweiten Halbzeit kamen nun auch die Wechselspieler Marcel Nürnberger, Benedikt Krülls und Christian Dobbelstein (jeweils 1 Torchance) zum Einsatz. Von diesen gelang einzig Jannick Langel (1 Tor) ein Treffer. Durch das gleichzeitige einwechseln tat sich die Mannschaft allerdings etwas schwer, die in der ersten Halbzeit aufgenommene Routine fortzusetzen. Gleichwohl haben die Ehrenfelder auch ihre Spielstrategie geändert. Dieses führte dazu, dass der weitere Spielverlauf nicht mehr so eindeutig war. Die Ehrenfelder bäumten sich auf und erzielten für sie wichtige Anschlusstreffer. Es wurde etwas hektischer und die Nervosität den letzten 5 Spielminuten war irgendwie rationell nicht zu erklären.

In dieser Spielphase waren die zwei sonst eher unauffälligen Fremdschiedsrichter gefordert, Ruhe in das Spiel zu bringen. Jedoch konnten sie dieses durch die vier verteilten gelben Karten (3 TV-Wahn/1 Ehrenfeld) und sieben 7-Meter (5 gegen/2 für den TV-Wahn) nicht erfolgreich umsetzen.

Entsprechend zu halten hatte Torwart Lucas Bienert (1 gehaltener 7-Meter); heute als alleiniger Hüter des Wahner Tores war er durchgehend im Einsatz. In der ersten Spielhälfte hatte er weniger zu tun. Dieses änderte sich in der zweiten Halbzeit grundlegend. Bei den meisten von ihm durchgelassen Würfen hatte er Ballkontakt; konnte das Durchfliegen jedoch nicht verhindern, was ihn persönlich ärgerte. Insgesamt machte er eine gute Figur im Tor.

Die Gastgeber verdoppelten mittlerweile ihre Torausbeute und brachten den TV-Wahn etwas aus dem Konzept. Weiterhin fehlten heute die wichtigen Spielzüge über die Seiten. Nico Axmann (1 Tor) und Anton Hammer (2 Tore/1 7-Meter) konnten sich nicht so richtig an ihren Lieblingspositionen austoben. Mit weniger Erfolg aber trotzdem mit hochmotivierten Einsatz spielte Sebastian Völlings (2 Tore/1 7-Meter) quasi überall. Er regelte die Defensive, spurtete bei Konterchance sogleich nach vorne und half mit, wo Not am Mann war. Das Spiel endete unter grölen und schreien unserer Jungs mit dem vorgezogenen Gewinn des Meistertitels mit 18:29 (6:16 Halbzeit) durch den TV-Wahn!

Entschuldigt und nicht anwesend waren Michael Krug und Timo Stöcker.

Nachdem in der Halle, die bereits bessere Zeiten gesehen hatte keinerlei Marketenderwaren im Angebot waren, zog es auf dem Heimweg die abziehenden Sieger in großen Teilen in die allseits bekannten Restaurants einer Fastfoodkette. Zur besseren Visuellen Unterstützung wurden durch Thomas den Vereinsphotographen hervorragende Momentaufnahmen geschossen. Es lohnt sich diese Zeitdokumente in Ruhe zu betrachten. Diese sind für jeden zu finden unter folgenden Link:

http://www.flickr.com/photos/df8kk/sets/72157603806670237/

Das ultimative letzte Saisonspiel gegen den Tabellenvorletzten Longericher SC II findet wieder als Heimspiel in der Arena zu Wahn am 10. Februar 2008 statt; Anwurf 15.00 Uhr – zahlreiches erscheinen wird erbeten.

Guido Bienert