9. Spieltag · TV Köln-Wahn – Pulheimer SC · Kölner Stadt-Anzeiger

Negativtrend des TV Wahn setzt sich fort

Die Talfahrt des TV "Jahn" Wahn in der Handball-Verbandsliga geht weiter. Wie befürchtet verloren die Rechtsrheinischen ihr Heimspiel gegen den Pulheimer SC mit 18:26 (13:15).

Allerdings war die Niederlage gegen den Tabellenführer nicht so deutlich, wie es das Ergebnis ausdrückt. Nach 49 Minuten schöpften die Fans beim 18:20-Zwischenstand wieder Hoffnung, nachdem der Rückstand zuvor schon auf vier Tore angewachsen war. Doch in den letzten zehn Minuten warf das Team um Spielertrainer Robert Bosnjak kein einziges Tor mehr. "In der Schlussphase hat der letzte Wille gefehlt, das Ruder herumzureißen", kritisierte Teamsprecher Tobias Carspecken den mangelnden Einsatz gegen einen nach seiner Ansicht keineswegs überragenden Gegner.

Unter dem Strich entschied aber wohl die Harmlosigkeit des Rückraums in der zweiten Hälfte das Spiel, denn nach der Pause wurden nur noch zwei Feldtore von Robert Bosnjak registriert, der als Alleinunterhalter überfordert war. Dabei hatte es zunächst vielversprechend begonnen, denn die offensive Abwehr mit den "Indianern" Florian Lenzen oder Mesut Sümercan behagte den Gästen gar nicht, da mit dieser Taktik deren Haupttorschütze Christoph Schaaps neutralisiert wurde.

Nach einer 3:1- (7.) und 7:6-Führung (15.) wendete sich jedoch das Blatt, obwohl Pulheim sich enorm viele technische Fehler und Ballverluste erlaubte und Wahns Torwart Thomas Wieland eine starke Leistung bot.

Tore Wahn: Dolinski (2), Filp (2), Siebert (1), Jäger (5/4), Bosnjak (5), Sümercan (3).

Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.11.2008