Wahn I: Heimspiel gegen das Überraschungsteam

Nach längerer Verletzungspause wieder an Bord: Tom Kulik. (Foto: Thomas Schmidt)Mit einem Heimspiel gegen die Reserve des SSV Nümbrecht starten die Landesliga-Handballer des TV „Jahn“ Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr, Großsporthalle an der Albert-Schweitzer-Straße) in das neue Jahr. „Ich erwarte, dass meine Mannschaft mit 100-prozentiger Einstellung in dieses Spiel geht. Wir müssen heiß sein, denn einen Ausrutscher dürfen wir uns nicht erlauben“, sagt Trainer Stefan Filip, dessen Team nach 14 Partien verlustpunktfrei und mit vier Zählern Vorsprung auf Verfolger Opladen Platz eins belegt.

Die Nümbrechter Reserve zählt zu den positiven Überraschungen der Hinrunde. Nach Jahren des Abstiegskampfes belegt das Team von Spielertrainer Patrick Seebaum mit 13:15 Punkten einen gesicherten Mittelfeldplatz. Die Fortschritte der Oberberger lassen sich auch an den guten Ergebnissen gegen stärkere Mannschaften ablesen. Gegen Rheindorf und Longerich setzte es knappe und vermeidbare Niederlagen, gegen Bergneustadt und Frechen gelangen sogar Siege.

Im Hinspiel behielt der „Jahn“ zwar die Oberhand, mit 26 Treffern fiel die Torausbeute aber eher gering aus. „Nümbrecht war damals ein unangenehmer Gegner und hat das Tempo geschickt verschleppt. Darauf müssen wir uns auch am Samstag einstellen“, sagt Filip, der deshalb ein geduldiges Defensivverhalten verlangt. „Wir dürfen nicht überhastet aus der Deckung springen.“ Dreh- und Angelpunkt im Spiel des SSV ist der wurfgewaltige Halblinke Patrick Seebaum, der einmal mehr eine starke Saison spielt und mit 98 Treffern auf Platz drei der Landesliga-Torschützenliste liegt. Besonders Acht zu geben gilt es auch auf Marcus Schwemke (82 Tore), der auf Halbrechts ein ständiger Unruheherd ist.

Stefan Filip bereitet seine Mannschaft seit dem 3. Januar auf die zwölf noch ausstehenden Meisterschaftsspiele vor. Wahns Übungsleiter ist froh, dass ihm in Michael Siebert (Sperre abgelaufen) und Abwehrchef Florian Butscheid (nach Fingerbruch) zwei absolute Leistungsträger der Hinrunde nun wieder zur Verfügung stehen. Beide wurden im Dezember schmerzlich vermisst. Positiv ist außerdem, dass Tom Kulik seine Schulterverletzung auskuriert hat und ebenfalls wieder mitwirken kann. „Wir haben die Weihnachtspause genutzt, um unsere Akkus wieder aufzuladen“, berichtet Filip. „Man hat der Mannschaft deutlich angemerkt, dass ein kräftezehrendes halbes Jahr hinter uns lag. Jetzt aber müssen wir wieder voll da sein und uns steigern, denn das, was wir im Dezember gezeigt haben, war zu wenig.“

Tobias Carspecken

Zum Foto: Nach längerer Verletzungspause wieder an Bord: Tom Kulik. (Foto: Thomas Schmidt)