Unter Zugzwang

Nach drei Niederlagen in Folge und dem Fall auf den elften Tabellenplatz stehen die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr) im Auswärtsspiel beim TSV Bonn rrh. unter Zugzwang.

Momentan hilft dem Team von Spielertrainer Robert Bosnjak nämlich nur ein Sieg weiter, um sich aus dem ungemütlichen unteren Tabellendrittel zu befreien. Die jüngsten Niederlagen haben den Abstand auf den ersten Abstiegsplatz auf lediglich einen Punkt schmelzen lassen. Damit befinden sich Wahns Handballer nach neun Spieltagen in einer Situation, mit der sie vor Saisonbeginn nicht gerechnet hatten.

„Inzwischen sollte jeder den Ernst der Lage erkannt haben“, meint Mannschaftssprecher Tobias Carspecken. „Trotzdem wäre Panikmache der falsche Weg. Wir brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, um die Blockaden in den Köpfen vieler Spieler zu lösen.“

Ein erster Schritt wären zwei Punkte im Auswärtsspiel beim Tabellensechsten TSV Bonn rrh., der am vergangenen Sonntag unter den Augen von Wahns Spielertrainer Robert Bosnjak mit einem deutlichen Sieg in Bardenberg überraschte. Der Gegner aus der ehemaligen Bundeshauptstadt gilt aufgrund seiner kleinen Halle als unbequeme Mannschaft, die dem TV Wahn in den letzten Jahren gar nicht lag.

„Trotzdem zählen für uns in Bonn nur zwei Punkte“, betont Tobias Carspecken. „Betrachtet man das Potential unserer Mannschaft, wäre es nämlich eine verschenkte Saison, wenn wir im Niemandsland der Verbandsliga herumdümpeln.“

Christopher Busche kehrt nach auskuriertem grippalen Infekt wieder in den Wahner Kader zurück. Auch Michael Siebert hat seine Schulterprobleme, die ihn gegen Pulheim an einem Mitwirken in der zweiten Halbzeit hinderten, überwunden. (tc)