Überragender Wieland hält den Sieg fest

Zweites Spiel, erster Sieg: Der TV Köln-Wahn setzte sich in der Handball-Verbandsliga mit 28:26 (13:12) gegen Borussia Brand durch.

Vor allem ihrem überragenden Torhüter Thomas Wieland und dem im zweiten Durchgang sehr treffsicheren Markus Filp haben es die Gastgeber zu verdanken, dass sie seit fast anderthalb Jahren endlich mal wieder einen Heimsieg landen konnten. Dabei waren sowohl die Spieler als auch die Verantwortlichen trotz der Auftaktniederlage am letzten Wochenende gegen den Aufstiegsfavoriten aus Marienheide durchaus optimistisch, einen Erfolg landen zu können, auch wenn heuer wiederum drei wichtige Spieler nicht zur Verfügung standen.

Doch die Begegnung wurde alles andere als überlegen geführt und es bedurfte eines gehörigen Kraftakts, um am Ende als Sieger das Parkett zu verlassen. Der Gästecoach hatte von Anfang an für Spielertrainer Robert Bosnjak eine Manndeckung angeordnet. Diese Maßnahme war aber nur nach der Pause erfolgreich, denn im ersten Durchgang gelangen dem Spielmacher der Wahner insgesamt fünf Treffer. Die Gastgeber waren in dieser Spielperiode nicht in der Lage, die Gäste zu dominieren, so dass diese das Spiel völlig ausgeglichen gestalten konnten. Die Land-Aachener nutzten dabei wiederholt recht geschickt die schlechte Abstimmung im einheimischen Mittelblock aus und ließen die Wahner nur mit der Miniführung von einem Treffer in die Halbzeit gehen.

Nach dem Pausentee änderte sich im Grunde genommen nicht sehr viel. Das Spielgeschehen war ein Spiegelbild des ersten Durchgangs. Der TVW tat sich nach wie vor schwer. Aus seinen ersten sechs Angriffen sprang nur ein zählbarer Erfolg heraus. Aber auch die Gäste rissen keine Bäume aus. Trotz Wahner Unzulänglichkeiten waren sie nicht in der Lage, in der zweiten Halbzeit einmal eine Führung herauszuwerfen. Als es in die Schlussphase ging, sahen sie sich sogar erstmals in dieser Begegnung mit einem Drei-Tore-Rückstand konfrontiert (55. Min.: 25:22). Obwohl sie jetzt ihre Anstrengungen noch einmal forcierten, in den letzten 120 Sekunden gingen sie sogar zu einer offenen Manndeckung über, reichte es letztendlich nicht mehr, denn vorne warf Markus Filp jetzt die spielentscheidenden Tore und hinten hielt Thomas Wieland seinen Kasten sauber.

Zu diesem Zittersieg kann man nur sagen: Hauptsache gewonnen, denn spielerisch konnte der TV Wahn an diesem Abend nicht überzeugen. Die Außen wurden, vor allem in der ersten Halbzeit, viel zu selten ins Spiel mit einbezogen und Daniel Esser war noch nicht der erwartete Taktgeber. Bemerkenswert war die Angst der Schützen vor dem 7-Meter vor der Pause, denn insgesamt fünf Strafwürfe (drei für den TVW, zwei für die Borussen) wurden von den Torhütern gehalten. Thomas Wieland im Tor der Gastgeber erreichte im ersten Durchgang die tolle Quote von 40 Prozent. Nach dem Seitenwechsel steigerte er sich auf kaum für möglich gehaltene 53 Prozent. Er war mit seiner vorzüglichen Leistung damit der Garant für den Sieg. Das junge Schiedsrichtergespann machte einen ordentlichen Job. Es agierte völlig unaufgeregt und behielt stets den Überblick.

Torfolge: 2:2 (8.), 4:4 (12.), 6:6 (19.), 9:7 (24.), 11:11 (28.), 13:12 (Halbzeit), 15:14 (35.), 17:17 (41.), 21:20 (48.), 22:22 (51.), 25:22 (55.), 26:25 (59.), 28:26 (60.).

TV Wahn: Thomas Wieland (TW), Thomas Ehlert (TW, n.e.), Sascha Lobien (TW, n.e.), Markus Zimmermann (TW, n.e.), Robert Bosnjak (5), Christopher Busche (3), Thorsten Dolinski (4/2), Daniel Esser (2), Markus Filp (9), Benjamin Jäger (2), Florian Lenzen (1), Holger Seher (n.e.), Michael Siebert (2).

Bilder vom Spiel von Thomas Schmidt

Karl Blank