Nur ein Sieg zählt

Nach vierwöchiger Herbstpause treten die Verbandsliga-Handballer des TV Köln-Wahn am Samstag (19.30 Uhr) bei der HSG Niederpleis/Sankt Augustin an.

Im Laufe der spielfreien Wochen haben sich einige personelle Veränderungen im Kader des „Flughafen-Teams“ ergeben. Vom Landesligisten Siegburger TV kehrten Kreisläufer Mesut Sümercan und Linksaußen Jürgen Proske nach Wahn zurück. Beide deuteten bereits in den bisherigen Trainingseinheiten und Testspielen an, dass sie den Wahner Kader nicht nur quantitativ, sondern vor allem auch qualitativ verstärken. Da beide Neuzugänge aber erst im November spielberechtigt sein werden, müssen Wahns Handballer vorerst mit dem gleichen Kader wie vor der Herbstpause auskommen.

Während Sasa Vukoje wohl noch bis Weihnachten beruflich in Slowenien weilen wird, tastet sich Tim Fuhrmann nach mehrmonatiger Verletzungspause immer näher ans Team zurück. In einem Vorbereitungsspiel gegen den Landesligisten Rheindorf, das nach 3 Mal 25 Minuten mit 41:33 gewonnen wurde, gab der Spielmacher sein Comeback und erzielte in 25 Minuten fünf Treffer. Ein Einsatz in Niederpleis kommt für Fuhrmann aber wohl noch zu früh. Nicht mehr im Aufgebot des „Flughafen-Teams“ steht unterdessen Florian Butscheid. Der Kreisläufer teilte während der Herbstpause mit, dass er eine Handballpause einlegt und dem TV Köln-Wahn nicht mehr zur Verfügung steht.

Am Samstag reist das Team von Spielertrainer Robert Bosnjak zur neu gegründeten HSG Niederpleis/Sankt Augustin, die aus einer Fusion des TuS Niederpleis und des VfL Sankt Augustin hervorgegangen ist. Nach vier deutlichen Auftaktniederlagen und einem anschließenden Trainerwechsel landete die HSG im letzten Spiel vor der Herbstpause ihren ersten Sieg. Mit dem 30:28-Erfolg bei der SG MTVD Köln sammelte der Tabellenvorletzte neues Selbstvertrauen und stellte den Kontakt zu den Nichtabstiegsplätzen her. Wahns Handballer sollten also davor gewarnt sein, den kommenden Gegner auf keinen Fall zu unterschätzen. Auch gegen Niederpleis wird eine konzentrierte Vorstellung vonnöten sein, um das Spiel erfolgreich zu gestalten.

Mit zwei Siegen und drei Niederlagen verlief der Saisonstart für den TV Köln-Wahn nicht wunschgemäß. Vermeidbare Niederlagen gegen die SG MTVD Köln und Westwacht Weiden ließen die Bosnjak-Schützlinge auf den zehnten Tabellenplatz abrutschen. Umso wichtiger ist es nun, dass in den beiden nächsten Partien gegen Niederpleis und Siebengebirge II jeweils ein Sieg eingefahren wird. Die Verbandsliga scheint in dieser Saison sehr ausgeglichen zu sein, eine Serie würde den Wahner Werfern dazu verhelfen, verlorenen Boden wiedergutzumachen. „Auch wenn wir vorerst ohne unsere beiden Neuzugänge auskommen müssen, ist ein Sieg in Niederpleis Pflicht“, betont Abteilungsleiter Bernd Liberka.

Tobias Carspecken