Müller rettet einen Punkt

Ausgerechnet beim Tabellenletzten TV Wallefeld konnten die Landesliga-Handballer des TV „Jahn“ Köln-Wahn nicht an ihre guten Leistungen aus den letzten Wochen anknüpfen. Die vom Kampf geprägt Partie endete mit einem 21:21-Unentschieden, nachdem Wahn zur Pause noch mit 12:10 in Führung gelegen hatte.

Dass es für die Mannschaft von Trainer Torsten Tietgen nicht zum vierten Sieg in Serie langte, lag im Wesentlichen an zwei Schwächen, die das Team an diesem Sonntag offenbarte. Zum einen blieben acht Siebenmeter ungenutzt, zum anderen zeigte Wahn Defizite im Überzahlspiel und konnte die zahlreichen Zeitstrafen gegen die robust agierenden Gastgeber nicht ausnutzen. Lange Zeit hatten die Gäste aus Köln geführt (5:4/11., 10:9/24., 16:13/45.), ehe sich in der Schlussviertelstunde das Blatt wendete.

Mit vier Toren in Folge drehten die Oberberger die Partie und lagen acht Minuten vor dem Ende plötzlich mit 17:16 vorne. Zwar gelang es den Gästen, noch einmal in Führung zu gehen (19:18), danach legte aber stets Wallefeld vor und hatte nach dem Führungstreffer zum 21:20 (59:10 Minuten) gute Chancen auf den Sieg. Im letzten Angriff des Spiels wurde Christopher Busche am Kreis geschickt freigespielt, Wallefeld wusste sich erneut nur mit einem Foulspiel zu helfen – Siebenmeter. Uwe Müller verwandelte sicher zum Endstand (59:56 Minuten). Die beiden besten Akteure an diesem Sonntag waren die Torhüter beider Teams: Routinier Stefan Bauer im Kasten der Gastgeber und Thomas Wieland im Tor des TV „Jahn“ Köln-Wahn.

Sicherlich hatte sich die Mannschaft von Torsten Tietgen im Vorfeld der Partie mehr ausgerechnet als nur einen Zähler. Dass es angesichts der seit Wochen herrschenden personellen Probleme – gegen Wallefeld standen gerade einmal sieben Feldspieler aus der ersten Mannschaft zur Verfügung – aber irgendwann wieder zu einem kleinen Rückschlag kommen musste, war fast schon logisch.

Schade nur, dass dieser Rückschlag ausgerechnet an einem Wochenende geschah, an dem fast alle Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel für Wahn spielten. Nun gilt es, unter der Woche an den Schwächen zu arbeiten und im Heimspiel am Samstag (5. Dezember, 19.30 Uhr) gegen den HSV Bocklemünd auch wieder im spielerischen Bereich Akzente zu setzen. Und vor allem: die Siebenmeter wieder zu verwandeln.

Für Wahn trafen: Christopher Busche (6/4), Benjamin Jäger (5/1), Felipe Arroyo (4), Michael Siebert (3), Uwe Müller (2/1) und Markus Filp (1).

Tobias Carspecken