Reise ins Ungewisse

In der Handball-Landesliga tritt der TV „Jahn“ Köln-Wahn am Samstag (Anwurf: 18 Uhr) bei der HSG Marienheide/Müllenbach II an. Für die von Verletzungssorgen geplagten Porzer ist die Partie eine Reise ins Ungewisse, da unklar ist, mit welchem Kader der Gegner auflaufen wird.

Denn auch die Reserve der neugegründeten Marienheider Spielgemeinschaft hat seit Wochen mit erheblichen personellen Problemen zu kämpfen, die sich auch in den Ergebnissen widerspiegeln. Durch fünf – teils deutliche – Niederlagen in Folge rutschte die HSG auf den vorletzten Tabellenplatz ab und steht unter Zugzwang.

Am vergangenen Samstag setzte es sogar ein 21:44-Debakel in Longerich, das in dieser Höhe zustande kam, weil die Oberberger personell auf dem Zahnfleisch gingen. Selbst der 60-jährige Trainer Wolfgang Schmalz musste sich noch einmal das Trikot überziehen – und erzielte sogar einen Treffer.

Die Mannschaft von Torsten Tietgen wird sich also auf einen Gegner einstellen müssen, der mit Sicherheit Wiedergutmachung für die deutliche Niederlage gegen Longerich betreiben will. Mit welchem Kader die Oberberger dieses Unterfangen angehen werden, ist für den Gegner aus dem Kölner Süden unklar. Die HSG verfügt jedenfalls über die Option, sich aus der ersten und dritten Mannschaft des Vereins zu verstärken.

Die personellen Probleme im Wahner Lager sind derzeit allerdings ebenfalls so groß, dass der Tabellenachte gut beraten ist, in erster Linie auf sich selbst zu achten. Neben dem Langzeitverletzten Dominik Heimes drohen am Samstag drei weitere Spieler auszufallen. Torsten Titegen wird also wieder einmal zur Improvisation gezwungen sein.

Zum Auswärtsspiel nach Marienheide reist die erste Mannschaft mit einem Bus. Interessierte Fans haben die Gelegenheit zur kostenlosen Mitfahrt. Abfahrt vom Parkplatz am Schulzentrum Wahn ist um 15.30 Uhr.

Tobias Carspecken